Juniorwahl 2026

Am 6. März fand die Juniorwahl zur Landtagswahl in Baden- Württemberg statt. Alle Schüler*innen der Klassen 8 bis 12 hatten von 7.45 bis 11.25 Uhr die Möglichkeit, ihre Erst- und Zweitstimme abzugeben. Dank der Wahlhelfer*innen konnte dies reibungslos ablaufen. Nachdem sie ihre Wahlbenachrichtigung oder ein Ausweisdokument vorgelegt hatten, bekamen alle Wähler*innen unbegrenzt Zeit, um ihre Wahl abzugeben. Die Ergebnisse wurden am März um 18 Uhr veröffentlicht.

Bereits im letzten Jahr kam zutage, dass insbesondere junge Menschen immer „extremer“ wählen. So gaben 2025 beispielsweise 13,6% der Achtklässler*innen unserer Schule ihre Stimme der AfD, wobei der erste Wahlvorstand den Eindruck hatte, dass viele ihre Wahl unüberlegt getätigt hatten. Dies könnte aus meiner Sicht einerseits damit zusammenhängen, dass politische Bildung an deutschen Schulen zu kurz kommt. Andererseits hat die Stimme der Juniorwahl keinen direkten Einfluss auf das tatsächliche politische Geschehen.

Insgesamt lässt sich beobachten, dass statt der sogenannten „Parteien der Mitte“ vor allem die politischen Ränder an Zustimmung gewinnen. Ein Vergleich der Zweitstimmen unserer Schule aus diesem Jahr mit der Gesamtbilanz unserer Schule aus der Bundestags- Juniorwahl des letzten Jahres zeigt, dass besonders zwei Parteien auffallen: Die Grünen konnten 9,7 Prozentpunkte hinzugewinnen, während die SPD im Vergleich dazu 8,9 Prozentpunkte verlor.

Insgesamt lag die Wahlbeteiligung unserer Schule dieses Jahr bei 74,04%.Auch wenn die Juniorwahl keinen direkten Einfluss auf die Politik hat, zeigt sie doch deutlich, wie junge Menschen denken und wählen würden. Gerade deshalb ist sie ein wichtiger Schritt, um politische Beteiligung zu üben und sich bewusster mit Politik auseinanderzusetzen.

Sophie Sommavilla, Kl. 10c