Teilnahme der Klasse 10 am Plakatwettbewerb der DAK gegen das Komasaufen

Trinken bis zum Abwinken: Viele Schülerinnen und Schüler trinken sich mit Bier, Schnaps oder Mixed Drinks regelmäßig in einen Rausch. Die Folge: Jedes Jahr landen mehr als 20.000 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus.

Gegen diesen gefährlichen Trend möchte die Aktion „Bunt statt blau" ein Zeichen setzen. Sie gehört zu den erfolgreichsten Gesundheitskampagnen in Deutschland. Die Aktion wurde unter anderem mit dem Health Media Award 2012 ausgezeichnet und steht unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland.

In der diesjährigen Suchtpräventionswoche am Gymnasium Karlsbad nimmt nun auch die Klasse 10cd (Katholische Religion) an diesem seit vier Jahren laufenden Wettbewerb gegen missbräuchlichen Alkoholkonsum unter Jugendlichen teil.

Bevor die Klasse allerdings zu Stift und Pinsel griff, um mit ihren Plakaten und Botschaften andere Jugendliche wachzurütteln, informierte sie sich im Internet und tauschte ihre Ergebnisse untereinander aus. Diskutiert wurden viele Fragen und Ideen rund um das Thema „Alkohol und Jugendliche": Wo liegen die Ursachen für das Rauschtrinken? (Stress mit den Eltern, Leistungsdruck, Gruppenzwang, Neugier, ...) Welche körperlichen und psychischen Folgen hat das Komasaufen? Was ist ein Rausch und wie kann ein Rauschgefühl oder eine überschwängliche Stimmung unabhängig von Rauschmitteln hervorgerufen werden? (Spaß und Grenzerfahrungen im Sport, Tanzen und Musik, intensive Gemeinschaftserlebnisse, ...) Was bringt ein Leben ohne Alkohol? Warum muss man sich oft rechtfertigen, wenn man bei Partys keinen Alkohol trinken will? Was sind momentan angesagte alkoholische Getränke und welche Rituale gibt es beim Komasaufen? Wer bezahlt die Rechnung der Alkoholkranken im Krankenhaus und sind 100 Euro Selbstbeteiligung bei einer Alkoholvergiftung nicht noch zu wenig?

Diese und andere Fragen beschäftigten die Schüler, als sie ihre Plakate (siehe Fotos unten) gestalteten. Die Arbeiten sind momentan noch im Schulhaus ausgehängt, bevor sie dann Ende März zur DAK-Gesundheit geschickt werden, um von der Jury, der Band „Luxuslärm", bewertet zu werden.

(Jörg Sekler; www.dak-buntstattblau.de)